Zeitungsartikel und Presseveröffentlichungen 2004


Quelle: Der Prignitzer, 02. Januar 2004

Wo sich noch Zahnräder drehen

Oldtimer-Museum gewährt Blick hinter Technikkulissen /Neue Sonderausstellung 2004

Perleberg Seit gut anderthalb Jahren gibt es das Oldtimer-Museum. Mehr als 2000 Besucher ließen sich bereits verzaubern von alter Technik und betagten Pferdestärken aus blitzendem Chrom. Auch 2004 werden Veteranen der Technik hier für Furore sorgen.
"Hier kann man der Technik sprichwörtlich noch ins Getriebe schauen, kann sehen, wie sie funktioniert. Da drückt man nicht einfach auf den Knopf und schon bewegt sich alles wie von Geisterhand. Hier gibt es noch Zahnräder und nicht irgendwelche Microships", so ein wenig scherzhaft Frank Brauer, Vorsitzender des Vereins der Oldtimerfreunde. Und jener Verein ist es auch, der dieses Oldtimer-Museum im Mai 2002 aus der Taufe hob. 47 Mitglieder zählt er heute. Der Faible für alte Technik führte sie zusammen und das Interesse, gemeinsam diesem Hobby zu frönen und andere dafür zu begeistern hält sie bei der Stange.
Jeder für sich ist Sammler, Technikfreak und Museumsdirektor in einer Person. Mit dem Museum haben sich die Mitglieder nicht nur einen Traum erfüllt, sondern zugleich die Möglichkeit geschaffen, ihre historischen Exponate vielen zugänglich zu machen. Mittlerweile ist das Perleberger Oldtimer-Museum über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus schon ein Begriff und hat bereits in einigen bundesweiten Museumsführern einen Platz.
Die Technik-Veteranen, die hier ausgestellt sind, wecken Erinnerungen, lassen einen schmunzeln über Dinge, die uns bzw. Generationen vor uns umgaben, und sie vermitteln Hochachtung vor dem Leistungsvermögen von Konstruktion und Produktion längst vergangener Zeiten. An die 50 Fahrzeuge , darunter etliche Kuriositäten, gibt es hier zu bewundern. Motorräder, 50 an der Zahl, Autos, technisches Zubehör und auch drei Traktoren haben in der einstigen Turnhalle der Rolandschule ihren Platz gefunden. darunter auch ein Mikrus, Baujahr 1959. Es ist tatsächlich das einzige in Deutschland zugelassene Fahrzeug.
In diesem Jahr wollen die Oldtimerfreunde noch mit einer weiteren musealen Kuriosität aufwarten: "Wir planen eine Sonderausstellung alter Rundfunk- und Fernsehtechnik", verrät Frank Brauer. Die Palette reiche von betagten Geräten, über die sogenannten selbstgebauten Mausefallen, mit denen man ZDF empfangen konnte, bis hin zu alten Tonträgern. Allerdings sei man auch noch an weiteren Leihgaben brennend interessiert.
Wer derartige Raritäten der Rundfunk- und Fernsehtechnik noch sein Eigen nennt und sie für die Ausstellung zur Verfügung stellen würde, der kann sich direkt an Frank Brauer, Telefon 03876/613001, wenden. Simone Ahrend/dr

Quelle: Der Prignitzer, 07. Januar 2004

Oldtimerfreunde wieder bei Flugtagen dabei

Neues technisches Highlight ins Auge gefasst

Perleberg Auch 2004 werden die Oldtimerfreunde gemeinsam mit dem Perleberger Aero-Club am 10. Juli zu den Flugtagen einladen. Und wieder wollen sie möglichst für eine Überraschung sorgen. Obwohl, leicht dürfte dieses Unterfangen nach dem super Auftritt der Panzer im vergangenen Jahr nicht werden. Denn dieses Spektakel ist kaum noch zu toppen. Allerdings ist ein Vereinsmitglied aus Karstädt derweil stolzer Besitzer einer eigenen Planierraupe von anno dazumal. Doch welche technische Überraschung aus längst vergangenen Zeiten auf dem Flugplatz 2004 für Furore sorgen wird, das steht noch nicht fest.
Fest stehen hingegen so etliche Termine, zu denen die Perleberger Oldtimerfreunde auf Achse gehen werden. Erster Start ist Mitte Januar zum Wintertreffen der Motorradfreaks auf Schloss Augustusburg. "Im Schnee wird da gezeltet", erzählt Frank Brauer, der dem Perleberger Oldtimerverein vorsteht. "Wir sind allerdings nicht ganz so hart und reisen halt mit Autos an."
Am 22. Mai geht es mit den Oldtimern wieder zu Jochen Heise nach Söllenthin. Hier findet traditionell ein großes Traktorentreffen statt, das wahrlich ein Highlight und eine Reise wert ist.
Am 7. August wird dann Klein Woltersdorf angesteuert. Zum zehnjährigen Bestehen des dortigen Agrarmuseums werden auch die Perleberger Oldtimerfreunde hier ihre Aufwartung machen. dr

Quelle: Der Prignitzer, 31. März 2004

Oldtimer starten Motoren für Seehausen-Tour

Zuschauer erwartet Panzervorführung

Perleberg Frank Sobolewski ist Mitglied im Verein zur Pflege historischer Technik Tangermünde und zugleich auch im Perleberger Oldtimerverein. Und da liegt es nahe, dass die Prignitzer den Tangermündern ab und an einen Besuch abstatten, wie auch umgekehrt.
Am Sonnabend um 9.30 Uhr starten so die Perleberger Oldtimerfreunde am Famila-Markt die Motoren ihrer betagten Gefährte und machen sich auf den Weg nach Seehausen. Hier werden sie an der Raststätte "B 189" in der Stadt von Frank Sobolewski und seinen Technikenthusiasten erwartet, die wieder schwere Militärtechnik aus GUS- und DDR-Zeiten aufrollen lassen und natürlich auch in voller Aktion zeigen werden. Zudem werden zwischen 30 und 40 Oldtimer hier wieder zur Schau gestellt, verrät der Seehausener. Also, vorbei schauen lohnt sich alle mal.
Übrigens, auch zum 6. Oldtimertreffen der Land- und Luftfahrzeuge am 10. und 11. Juli auf dem Perleberger Flugplatz werden die Tangermünder unter anderem mit ihren Panzern wieder präsent sein. Noch eine Attraktion soll es geben: Ehemalige DDR-Fallschirmjäger werden auf dem Flugplatz der Rolandstadt aufsetzen, verrät Frank Sobolewski schon mal. dr
Im vergangenen Jahr wirbelten die Panzer auf dem
Perleberger Flugplatz zur Freude der Besucher
tüchtig Staub auf.
Foto: dr
Panzer

Quelle: Der Prignitzer, 24. April 2004

Von der Nähmaschine zum Auto

Museen bieten Fahrten mit Oldtimern / Karten ab sofort

Wittenberge Dass Fred-Norbert Schreib von den Perleberger Oldtimerfreunden einschließlich das dazugehörigen Museums gestern bei seinem Besuch im hiesigen Stadtmuseum auch interessierte Blicke auf historische Nähmaschinen warf, darf nicht wundern: Zum Internationalen Museumstag am 16. Mai soll im Stadtmuseum eine neue Ausstellung darüber Auskunft geben "Wie aus Nähmaschinen Autos wurden".
Mit von der Partie sind jene Perleberger, die mit Liebe historische Zwei- und Vierräder pflegen und die viel Aufsehen erregen, wenn sie damit durch die Straßen rollen.
An dem Vergnügen kann an besagtem Weltmuseumstag jeder teilhaben, so gestern Museumschefin Birka Stövesandt. Die Perleberger Oldtimerfreunde fahren am 16. Mai auf der Strecke zwischen den beiden Städten mit Passagieren hin und her. "Wir nehmen dafür kein Geld, bitten aber für die einfache Tour um eine Spende von drei Euro", so Fred-Norbert Schreib. Sowohl von Perleberg aus als auch von Wittenberge kann mitgefahren werden. Wer Interesse hat, muss umgehend entweder im Oldtimermuseum oder im Stadtmuseum (Öffnungszeiten in der Litfaßsäule nachzulesen) eine Karte holen und damit seine Fahrt buchen. Für den jeweiligen Rückstransport werde ein Shuttleverkehr eingerichtet, verspricht Birka Stövesandt nach den gestrigen Abstimmungen mit den Partnern aus Perleberg. Übrigens, wer auf einem Motorrad mitfährt, muss unbedingt einen Helm mitbringen. B. Hk.

Quelle: Der Prignitzer, 28. April 2004

150 Oldtimer in blitzendem Chrom

Der Teilemarkt - eine beliebte Chance zum Stöbern

Pritzwalk Zum 11. Mal lockten die knatternden Motoren Tausende aus Berlin und Brandenburg nach Pritzwalk. Im Gewerbegebiet Süd hatte das Autohaus Frank Streese gemeinsam mit dem Perleberger Oldtimer-Club dieses 11. Treffen der historischen Karossen organisiert. Während es am Wochenende in Wittenberge vorrangig darum ging, alles an den VW umzubauen und möglichst nichts mehr original zu lassen, traf man hier das andere Extrem: Alles so original wie möglich mit alten Teilen, die restauriert werden, und bloß nichts nachgebaut.
Etwa 150 Oldtimer fanden sich in Pritzwalk ein. Vom Motorrad über den Zweisitzer Pkw bis hin zum Lkw und dem K 700 aus russischer Produktion war alles zu bestaunen. Wie immer gab es einen riesigen Teilemarkt. Alles was der Dachboden und die Werkstatt zu bieten hatten, kam in die Auslagen. Doch nicht nur halbe Motorräder oder eine Autotür oder nur ein Dichtungsring weckten das Interesse der Oldyfans. Auch originale Bauanleitungen, Schaltpläne oder Abhandlungen über die "Vogelserie" von Simson mit Habicht, Sperber, Star, Spatz und Schwalbe waren gefragt. Am Sonnabend Vormittag ging es los zur großen Ausfahrt mit den historischen Karossen. Mit knatternden Motoren und blitzendem Chrom machte sich die Kolonne auf den Weg zum Schloss Wolfshagen. Unterdessen kamen immer mehr Besucher nach Pritzwalk und bestaunten die zurück gebliebenen.
Etwa 3000 Besucher konnten die Veranstalter an diesem Wochenende in Pritzwalk zählen. Und gelohnt hat sich das Geschraube und die vielen Arbeitsstunden für diejenigen, die einen der 20 Pokale von der Jury zugesprochen bekamen. Da gab es Kategorien wie das schönste Motorrad, der am weitesten Angereiste, am besten restauriert oder für den besten Originalzustand. Thomas Bein

Quelle: Der Prignitzer, 07. Mai 2004

Mit dem Oldtimer direkt ins Museum

Oldtimer-Shuttle zum internationalen Museumstag

Perleberg Etwas gemeinsam als Museen auf die Beine zu stellen, diese Idee hegten die Perleberger Oldtimerfreunde mit Blick auf das Museum der Nähmaschinenstadt schon lange. Aber was, das war die Gretchenfrage.
Die Idee für das Was lieferte Dr. Oliver Hermann, Leiter des Kultur-, Sport- und Tourismusbetriebes Wittenberge. Unter dem Titel "Als Nähmaschinen Autos wurden" lädt am 16. Mai, dem internationalen Museumstag, die Wittenberger Einrichtung mit einer Sonderausstellung in ihr museales Domizil ein.
Und so abwegig ist der Titel der Exposition wahrlich nicht, "denn die meisten namhaften Nähmaschinenproduzenten bauten alsbald auch Fahrräder oder Motorräder, ja so gar Autos wie beispielsweise Opel", erläutert Barbara Seier vom Wittenberger Museum. So gab es unter anderem auch NSU-Motorräder und Nähmaschinen. Letztere sind derweil eine echte Rarität, da nach zwei Jahren das Werk abgebrannt ist, weiß Fred-Norbert Schreib, der Finanzer bei den Perleberger Oldtimerfreunden. Und so sucht man im Wittenberger Museum noch händeringend eine solche NSU-Nähmaschine. Gleiches gilt für ein Edelweiß-Fahrrad.
Der Clou: Zu dem musealen Ausflug am 16. Mai kann man von Perleberg bzw. von Wittenberge aus mit dem Oldtimer gelangen. Denn die Perleberger Oldtimerfreunde bieten einen kostenlosen Oldtimershuttle an. Allerdings wird um eine Spende von drei Euro gebeten, die dem Perleberger Oldtimermuseum zu Gute kommt, betont Fred-Norbert Schreib. Die Rücktour erfolgt dann in einem Kleinbus, den die Stadt Wittenberge zur Verfügung stellt.
Übrigens, den nicht alltäglichen Museumsbesuch eröffnen werden die beiden Bürgermeister am Perleberger Oldtimermuseum. Von hier aus geht es dann für die beiden in einem Veteran der Landstraße in die Elbstadt. Wer ebenfalls an diesem Tag mit einem historischen Pkw oder Motorrad (dann bitte Helm mitbringen) auf Tour gehen möchte, der kann sich im Oldtimermuseum (dienstags und donnerstags von 13 bis 16 Uhr, mittwochs und freitags von 9 bis 12 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr) bzw. im Wittenberger Museum anmelden.
An die 15 historische Fahrzeuge, insbesondere Motorräder, aber auch Pkw und ein Lkw werden am 16. Mai zwischen den beiden Museen in Perleberg und Wittenberge pendeln, denn auch das in der Rolandstadt wird ab 10 Uhr für die Besucher geöffnet haben. Zwischen 35 und 40 echte Raritäten der Motorraddynastie sind hier zur Zeit ausgestellt, darunter auch eine Diamant, die Ende der 20er Jahre gebaut wurde. Sie stammt aus dem Werk in Brand-Erbesdorf wo zu DDR-Zeiten die Diamantfahrräder produziert wurden. Darüber hinaus hält das Oldtimermuseum der Rolandstadt noch viele andere historische Kuriositäten und Raritäten parat, die für Meisterleistungen von Technik und Technologie vergangener Zeiten stehen. Doris Ritzka

Quelle: Der Prignitzer, 17. Mai 2004

Zwei Bürgermeister auf einem (Auto)-Sitz

Petry und Zigan zeigen zum Museumstag Einigkeit

Perleberg/Wittenberge Auf kulturellem Gebiet wollen Perleberg und Wittenberge enger zusammenarbeiten. Wie das gehen kann, zeigten sie am gestrigen internationalen Museumstag.
Vom Oldtimermuseum in Perleberg aus ließen sich die Bürgermeister Dietmar Zigan und Klaus Petry in einem AGA, Baujahr 1924, zum Wittenberger Stadtmuseum chauffieren, wo gemeinsam die neue Sonderausstellung über Nähmaschinenbauer und Autoproduzenten eröffnet wurde. Das hatte Symbolwert.
"Unsere Mitglieder kommen aus dem ganzen Kreis, da müssen doch endlich auch diese großen Städte zusammenfinden", meinte Fred-Norbert Schreib vom Oldtimerverein, der die Idee zu dieser Aktion hatte. Und unabhängig davon begannen ja auch die Städte zeitgleich, Gemeinsamkeiten in der Kulturarbeit auszuloten. "Aus der Kultur heraus kann sich vielleicht schrittweise eine größere Gemeinsamkeit entwickeln", meinte Zigan. Und Petry ergänzte: "Gemeinsamkeit ergibt sich, die Vereine machen es uns ja vor." Für ihn wie für seinen Amtskollegen gibt es keine Zweifel: "Wenn wir hier in den Randregionen unsere materiellen Möglichkeiten nicht bündeln, werden wir im Land vergessen." Und dazu "legen wir alte Befindlichkeiten beiseite", meinte Perlebergs Bürgermeister, für den der gestrige Besuch im elbestädtischen Museum der erste überhaupt war, wie er bekannte. Und er konnte ein Haus erleben, in dem sich die Besucher drängelten.
Vielleicht vergeht bis zur nächsten Visite gar nicht soviel Zeit. Denn Fred-Norbert Schreib meint, "wenn sich ein gemeinsames Projekt anbietet, sind wir wieder dabei." Wittenberges Museumschefin Birka Stövesandt und er hatten sich auch die Erläuterungen zur neuen Exposition geteilt, erzählten beispielsweise von Adam Opel, der 1862 eine Nähmaschinenfabrik gründete, ab 1886 Fahrräder produzierte und dann - Präzision war hier wie da gefordert - 1899 auf Autos umstieg. 1924 lief der grüne "Laubfrosch" vom Band, die Großproduktion hatte begonnen. Mit einer Opel-Nähmaschine zeigt das Museum eine große Rarität. H. T./B. Hk.
Erich Vietze chauffiert die Bürgermeister
Dietmar Zigan (l.) und Klaus Petry.
AGA

Quelle: Der Prignitzer, 26. Juni 2004

Oldtimer auf Safari durch die Prignitz

6. Oldtimertreffen der Land- und Luftfahrzeuge

Perleberg Blitzendes Chrom und ein Hauch von Nostalgie aber auch Action erwartet die Besucher des 6. Oldtimertreffens am 10. und 11. Juli auf dem Flugplatz der Rolandstadt.
Oldtimerfreunde und Aero-Club Perleberg, die wieder in trauter Gemeinsamkeit auch dieses Highlight für Groß und Klein vorbereiten und gestalten, haben sich abermals eine ganze Menge einfallen lassen. Und da das Interesse im letzten Jahr so groß war, wird dieses Mal wieder an zwei Tagen Sehenswertes rund um die Veteranen der Straße und der Lüfte geboten.
Motorräder, Pkw, Lkw, Trecker und Stationärmotoren werden an dem Wochenende das Bild auf dem Flugplatz entscheidend mitprägen. Das Besondere an den Gefährten, sie haben bereits etliche Jährchen in den Karossen und genießen Oldtimerstatus. An die 100 Anmeldungen hat Frank Brauer, Vorsitzender der Oldtimerfreunde, bereits. Rund 180 rollten im vergangenen Jahr an. Mit mindestens so vielen rechnet der Perleberger auch dieses Mal.
Edle Gefährte und knatternde Kisten werden sich dann auch wieder auf Tour begeben, allerdings nicht zu einer Ausfahrt, sondern auf Safari. "Es gibt so etliche tierische Exoten in der Prignitz bzw. an deren Rande. Doch welche und wo sie jetzt zu Hause sind, das kann natürlich nicht verraten werden", so Frank Bauer. Ein kleiner Fingerzeig sei dennoch gestattet. Es geht dieses Mal auch ins Mecklenburgische, und da erwarten gewichtige Dickhäuter die Veteranen der Landstraßen. Übrigens sind deren Besitzer auch passionierte Oldtimerfreunde, haben selbst überaus betagte Gefährte, und auch die Technik für Stall und Feld hat teilweise bereits "Altertumswert", funktioniert aber einwandfrei.
Rund 60 Kilometer werden die fahrenden musealen Karossen zurück gelegt haben, wenn sie am Nachmittag wieder den Perleberger Flugplatz ansteuern. Und hier dürfte in der Zwischenzeit das "grüne Material", wie die Militärtechnik unter den Fachleuten heißt, wieder ganz schön Staub aufgewirbelt haben. Denn auch dieses Mal werden die Freunde aus Tangermünde mit einer ganzen Batterie von Kettenfahrzeugen und alter NVA-Technik anrollen, versichert Frank Sobolewski, der selbst mit Tieflader und Panzer den Flugplatz ansteuern wird. Mit dabei sein wird als kleine Besonderheit auch eine BAT - ein Lkw-ähnliches Kettenfahrzeug - und möglicherweise auch eine originale Raketenabschussrampe. Und alles ist wieder zum Anfassen. Selbst der Traum, mal Panzerfahrer zu sein, kann in Erfüllung gehen - zumindest mitfahren ist drin, versichert der Tangermünder, der auch Mitglied bei den Perleberger Oldtimerfreunden ist. Am Sonnabend und am Sonntag des zweiten Juli-Wochenendens werden die Rad- und Kettenfahrzeuge aus einstigen Militärbeständen auf dem Flugplatz durchaus für Action sorgen. Doris Ritzka
Im vergangenen Jahr nahmen rund 180 Oldtimer an der Ausfahrt teil. Dieses Mal geht es nun auf Safaritour.
Foto: Archiv
Teilnehmer

Quelle: Der Prignitzer, 12. Juli 2004

Mit dem Panzer durchs Gelände

NVA-Militärtechnik fasziniert auf dem 6. Oldtimertreffen die Besucher

Perleberg Panzer wühlen sich durch nassen Boden, ein Flieger stürzt senkrecht herab, ein F 8, Baujahr '41, knattert über den Weg - das Oldtimertreffen in Perleberg vereint Luft-, Boden- und Militärtechnik.
Von Hanno Taufenbach
Jonas hat es die Sprache verschlagen. Der Achtjährige ist soeben vom Panzer herabgeklettert. Eine rasante Runde über Kieshaufen und durch Erdgruben liegt hinter ihm. "Einfach toll." Angst habe er nicht gehabt. "Naja, ein bisschen schon", gibt der Glöwener zwei Atemzüge später zu.
Diese Kettenfahrzeuge sind ja auch furchteinflößend. Der T 55 T wiegt 32 Tonnen, 600 PS treiben ihn an. Kommandant Axel Heyse kennt jede Mutter, jede Schraube an diesem Gefährt. Zehn Jahre fuhr er bei der NVA so ein Ungetüm, sein Bruder drei Jahre lang einen Kampfpanzer. "Das Interesse ist einfach geblieben, also haben wir uns diesen Bergepanzer gekauft."
270 Tonnen Zugkraft - "es gibt nichts, was ich nicht bergen kann", sagt Axel Heyse. Im Winter wirkte er beispielsweise bei der Bergung des vor Schnackenburg auf Grund gelaufenen polnischen Frachters mit. "Diese Technik erhalten und sie einsetzen sind die Ziele unseres Tangermünder Vereins." Jedes der 20 Mitglieder hat NVA-Kräder oder Kettenfahrzeuge.
Kaputt geht fast nie etwas, "aber ein hoher Wartungsaufwand ist erforderlich". Billig ist so ein Panzer nicht, ganz abgesehen davon, dass es sie fast nur noch im Ausland gibt. Vom Preis sind sie vergleichbar mit einem sehr guten Mittelklassewagen. Und erst der Verbrauch: 3,5 bis fünf Liter Diesel pro Kilometer im Gelände. Deshalb freut sich Axel Heyse heute über jeden Mitfahrer, der zuvor eine Spende in den Topf warf.
"Ja, die sind eine Show für sich", zollt Organisationschef Frank Brauer den Panzerfahrern Respekt. Vergangenes Jahr waren sie zu dritt gekommen, jetzt sind es deutlich mehr. Ihr besonderer Vorteil gegenüber allen anderen Oldtimern an diesem Wochenende: Den Panzern ist das Wetter egal. Die zum Teil heftigen Schauer haben einigen Oldtimerfreunden die Freude an der Safari verdorben: "Nur 114 sind gestartet, aber es sind viel mehr hier auf dem Gelände", so Brauer, der ja auch Vereinschef bei den Perleberger Oldtimerfreunden ist.
Irene und Egon Bögeholz sind dennoch mitgefahren und den beiden hat es gefallen. Ihr BMW Motocoupé Isetta hat die Fahrt über zum Teil unbefestigte Wege überstanden. Klein, aber robust möchte man das Auto, Baujahr 1960, titulieren. "Als Schrotthaufen habe ich ihn gekauft, fünf, ja fast sechs Jahre restauriert", sagt der Oldieliebhaber aus der Nähe von Braunschweig.
Andere haben die Ausfahrt nicht so gut überstanden. Ein Ludwigsluster versucht vergeblich seinen alten Opel zu starten, doch der streikt, vermutlich sind die Zündkerzen feucht geworden. Er wird angeschoben.
Auch die Fallschirmspringer aus Stendal warten lange, bevor sie springen. Für Markus Goltz wird es der 115. Sprung. "Habt ihr alles richtig verpackt", fragt eine Freundin. "Das werden wir ja sehen", scherzen sie. In 1200 Meter wollen sie raus aus der Antonov, sich das Oldtimertreffen aus der Luft anschauen. Ein Vergnügen das anderen Gästen heute verwehrt bleibt, denn für Tandemsprünge sei das Wetter dann doch zu schlecht. Hanno Taufenbach
Glänzende Kräder nach einem Regenschauer
Krad

Quelle: Der Prignitzer, 04. Oktober 2004

Letzte Oldtimertour 2004

Perleberger Oldtimerclub ließ Saison ausklingen

Perleberg Pünktlich um 9 Uhr starteten gestern über 20 Fahrzeuge des Perleberger Oldtimerclubs zur Saisonausklang-Fahrt. Es ging über Lenzen nach Schnackenburg, wo das Grenzmuseum besichtigt wurde. Zum 14. Mal ging es nun schon auf diese Tour, mit der sich die Oldtimerfreunde in den Winter verabschieden. Denn die kalte Jahreszeit wird vor allem zum Basteln an den guten alten Stücken genutzt. Gestern waren sie aber alle noch mal auf Hochglanz geputzt. Bewundernd begutachtete Peter Lahl aus Glöwen Torsten Müllers MZ ES 250-1 , Baujahr 1962. der Perleberger hatte das gute Stück 1984 als Zweitbesitzer erworben. Die Blinklichter an dieser Maschine seien "Goldstaub", es gebe sie kaum noch. Und so ein Tankdeckel werde bei Ebay gerade versteigert, das Angebot stehe bei 34 Euro, machte Lahl auf die Raritäten an der Maschine des Perlebergers aufmerksam. Oldtimer seien eben ein teures Hobby, da müsse man sich gegenseitig helfen. "Deshalb haben wir uns ja auch im Club organisiert". P.F.

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